Spielberichte Hallensaison 2011/2012
12. Spieltag
RW Köln 2 – Eintracht Dortmund 12:11 (7:7)
Ausgangslage: Die bestbesetzte Kölner Mannschaft (inkl. Olympiasieger Tibor Weissenborn) stand einer Dortmunder Mannschaft gegenüber, die ohne jegliche Erwartungen in dieses Spiel ging. Grund
dazu war der fehlende Torwart bei den Gästen. Alle 3 Keeper standen an diesem Tag aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung. Das Ziel war also, das Torverhältnis so gut wie möglich zu
halten, denn das ist für die letzten beiden Spieltage extrem wichtig. Doch ohne jeglichen Druck und ohne jede Erwartung konnten die Dortmunder frei aufspielen.
Deshalb war das Spiel für beide Seiten kein einfaches. Dortmund durfte keine Schußkreisszenen oder kurze Ecken zulassen, und Köln stand 60min lang mit Unterzahl auf dem Platz und wurde dauerhaft
unter Druck gesetzt. Keine leichte Situation, und schon viel nach der ersten Chance das 0:1 für Dortmund nach gerade mal 40 Sekunden. Dortmund presste die ganze Zeit, und Köln versuchte sich zu
befreien und durch Konter zu Toren zu kommen. Nach 2 Stellungsfehlern des Dortmunder Sturms und der Abwehr fielen das 1:1 und das 2:1. Köln konnte aus jedem Winkel und aus jeder Situation den
Ball ins Tor legen. Doch Dortmund ließ sich nicht hängen und kam erneut zum Ausgleich. 2:2. Es folgte ein offener Schlagabtausch und ein Spielverlauf, den sich keine der beiden Mannschaften so
vorgestellt hatte. Auf das 3:2 für Köln folgte das 3:3. Auf das 4:3 das 4:4. Dortmund merkte, das sie die Möglichkeit hatten, hier einen oder sogar drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Die
Dortmunder standen in der Defensive stark und ließen nicht viel zu. Gleichzeitig kam man vorne immer wieder zu guten Chancen. Doch keine der Mannschaften schaffte es sich abzusetzen und so ging
man nach einer sehr schnellen und hektischen ersten Halbzeit mit einem 7:7 in die Kabine.
In der zweiten Halbzeit bot sich genau das gleiche Bild wie in der ersten. Auf ein Tor der Kölner folgte der Ausgleich durch die Dortmunder. 4 Minuten vor Schluss stand es dann 10:10. Es folgte ein sehr spannende Schlussphase. Doch die Eintracht schaffte es nicht durch ein paar gute Chancen in Führung zu gehen und musste hinten, nachdem ein Dortmunder Spieler auf der Linie getroffen wurde, eine 7-Meter einstecken. Aufgrund der Abwesenheit der Torwarts fiel das 11:10. Mit noch 2 Minuten auf der Uhr musste Dortmund jetzt alles nach vorne werfen. Die Riesenchance zum 11:11 konnte nicht genutzt werden, und nach einer Unaufmerksamkeit im eigenen Schusskreis fiel das 12:10 nach einer kurzen Ecke. Noch 1:30 Minuten waren auf der Uhr, und tatsächlich schaffte es Dortmund, das 12:11 zu erzielen, jedoch etwas zu spät. Die verbleibenden 30 Sekunden spielte Köln geschickt herunter und holte zu Hause die 3 Punkte. Die sehr starke und aufopferungsvoll kämpfende Dortmund Mannschaft konnte diese super Leistung leider nicht belohnen. Nun geht es für Dortmund in den beiden letzten Spielen um alles oder nichts. Mit 2 Siegen und etwas Glück war der Klassenerhalt noch möglich.
Torschützen Dortmund: Maximilian Zobiegalla 1, Florentin Braunewell 1, Jonathan Schröter 1, Felix Klocke 2, Marc Fischer 6
8. Spieltag
TSC Eintracht Dortmund - Bonner THV 2:6(1:3)
Regionalligist Eintracht Dortmund verlor das wichtige Heimspiel gegen den Bonner THV in eigener Halle mit 2 : 6 Toren und findet sich nunmehr unvermutet nach zwei Auswärtssiegen im Abstiegskampf. Die 1. Herrenmannschaft des TSC Eintracht Dortmund fand zu keinem Zeitpunkt ins Spiel und musste vor Spielbeginn auch auf eine Stützen des Teams verzichten. Maximilian Zobiegalla fiel verletzungsbedingt für diese Partie aus. Mit seinem Einsatz ist auch wahrscheinlich an den nächsten Spieltagen nicht zu rechnen. Die Mannschaft begann in der ersten Halbzeit verhältnismäßig konzentriert und erspielte sich zwei gute Chancen, die aber von Yannick Menzen und Florian Braunewell vergeben wurde. In der zehnten Minute ging der Gast aus Bonn mit 1 : 0 in Führung. Das Team aus dem Rheinland stand in der Abwehr sehr kompakt und spielte im Angriff geduldig. Die Mannschaft nutzte die wenigen Torchancen, die sich boten, konsequent aus und ging mit weiteren 2 Treffern mit 3 : 0 in Führung. Wenige Minuten vor der Pause verkürzte Dhani Bendig. Er verwandelte eine Strafecke zum 1 : 3 Halbzeitstand.
Trainer David Ortmann schien mit seiner Pausenansprache erfolgreich zu sein. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff verkürzte Jonathan Schroeter nach einem feinen Zusammenspiel mit Marc Fischer zum 2 : 3 und das Team um Kapitän Florian Braunewell schien das Spiel in den Griff zu bekommen. In sehr erregter Atmosphäre musste Dani Bendig eine 5-Minuten-Zeitstrafe hinnehmen. In Unterzahl agierte der Gast aus Bonn sehr clever und zog dann auf 6 : 2 davon. Die Mannschaft um die Routiniers Marc Fischer und Jörg Schnelle gab zwar zu keinem Zeitpunkt auf, konnte aber selbst in Überzahl, nachdem er den Torwart gegen einen Feldspieler ausgetauscht hatte, das Ergebnis nicht verbessern und den Abstand verkürzen. Hinzu kam, mehrfach in aussichtsreicher Position die Chancen vergeben wurde. Durch diese Niederlage muss das Team jetzt unbedingt achten, nicht weiter in den Abstiegsog zu geraten.
Im Team des TSC Eintracht Dortmund standen:
Timo Klischan, Andreas Hengstermann, Florian Braunewell, Dhani Bendig, Mathias Mendorf, Felix Klocke, Marc Fischer, Jörg Schnelle und Jonathan Schroeter
7. Spieltag
Rheydter SV - Eintracht Dortmund 7:9 (4:1)
Dritter gegen Sechsten hieß es am heutigen Sonntag an der Viersener Str.
Mit einem Sieg war für die favorisierte Heimmannschaft ein Sprung an die Tabellenspitze möglich, für die Eintracht hätte man sich mit einem Sieg einen 3-Pkt-Vorsprung auf die Abstiegszone
erarbeiten können! Für beide Mannschaften also ein Spiel mit sehr viel Bedeutung!
Dementsprechend umkämpft und offen gestalteten beide Mannschaften die ersten Minuten.
Nach einigen vergebene Chancen auf beiden Seiten konnten die Jungs aus Rheydt die erste kurze Ecke zum 1:0 nutzen. Kurze Zeit später konnte auf 2:0 erhöht werden. Ein Schock für die Dortmundern
die bis dato sehr gut mitgehalten haben und selbst auch sehr gute Chancen hatten, diese aber nicht nutzten. Nachdem Dortmund in der darauffolgenden Phase 4 kurze Ecken leichtfertig vergab oder
diese durch den Torwart klasse gehalten wurden, konnten sie nach einem Konter zum 2:1 durch Klocke verkürzen. Nach einer kurzen torlosen Phase konnten die taktisch ausgezeichnet vorbereiteten
Rheydter nach einem schönen Konter und einen leichtsinnigen Fehler der Dortmunder zum 4:1 Halbzeitstand erhöhen.
In der 2. Halbzeit erhöhte die Eintracht den Druck auf die Abwehr der Gegner. Man musste mehr arbeiten um hier noch etwas bewegen zu können. Nach kurzer Zeit wurde das Spiel der Dortmunder
belohnt und Fischer konnte nach einer Ecke zum 4:2 verkürzen. Die im Vergleich zur 1. Hälfte taktisch besser eingestellten Dortmunder hatten jetzt mehr vom Spiel, doch vergaben weiter leichsinnig
ihre Chancen. Mehrmal wurde das leere Tor nicht getroffen. Kurz darauf rächte sich das. Nach einem schnellen Konter verwandelten Rheydt den Ball zum 5:2. Die Uhr tickte gegen die Eintracht und
ein 3 Tore Rücksprung gegen die taktisch gut spielenden Rheydter war mehr als es schien. Doch für die Dortmunder Jungs, die mit viel Selbstbewusstsein und Glaube nach dem Endspurt letzte Woche in
Mülheim hier angereist waren, war das eine machbare Aufgabe.
Die Rheydter fanden kein Konzept mehr, dem Dortmunder Pressing zu entkommen und machten leichte Fehler die zu vielen Kontern gegen führte. Innerhalb kürzester Zeit konnte die Eintracht aus eine
5:2 ein 5:5 machen. Nach einer Ecke, einem Konter und einem 7-Meter konnten 2 mal Fischer und einmal Klocke das Spiel ausgleichen. Die geschockten Rheydter kam an der sehr gut stehenden Eintracht
nicht mehr vorbei und spielten viele Fehlpässe. Diese führten immer wieder zu schnellen Kontern der Dortmunder. Doch im Vergleich zur ersten Halbzeit nutzte die Eintracht diese Chancen eiskalt
aus und gingen kurz danach sogar durch ein Traumtor von Klocke und einem Flachschuss von Menndorf mit 5:7 in Führung.
Daraufhin wurde der Kapitän der Heimmannschaft wegen Meckern nach einer sehr umstrittenen Schiri-Entscheidung mit Gelb vom Platz gestellt. In dieser Zeit war es beinahe unmöglich mit 4 Mann gegen
die defensiv gut spielenden Dortmunder durchzukommen. In dieser Zeit konnte Dortmund durch Klocke mit 5:8 davon ziehen. Mit noch 5min zu spielen lief die Zeit jetzt gegen die Heimmannschaft. Doch
nachdem erneut Klocke zum 5:9 traf war die Partie entschieden. Mit den Treffern zum 6:9 und 7:9 kurz vor Schluss konnten die Jungs aus Rheydt nur noch Ergebniskosmetik betreiben.
Nach einer sehr spannenden Partie und einer deutlichen Steigerung der Dortmunder in der 2. Halbzeit hat die Eintracht durch den Sieg mit 9Pkt 3Pkt Vorsprung auf die Abstiegszone, Rheydt bleibt
bei 12Pkt und hat jetzt 3 Pkt Rückstand auf die Spitze.
6. Spieltag
Uhlenhorst Mülheim 2 - TSC Eintracht Dortmund 6:7 (4:1)
Eine Partie mit sehr hohem Stellenwert für beide Mannschaften. Mitten drin im Abstiegskampf und mit nur 3 Punkte Abstand zueinander ging es um sehr viel. Die Eintracht versuchte mit einem Sieg an
den Mülheimern vorbeizuziehen und somit die Abstiegszone zu verlassen, die Uhlen wollten mit einem Sieg den Abstand zu den Schlusslichtern Dortmund und Wuppertal auf 6 Punkte vergrößern.
Dementsprechend spannend und umkämpft ging die erste Halbzeit los. Beide Mannschaften starteten relativ defensiv und warteten auf Fehler des anderen. Jedoch wirkten die Dortmunder Jungs in den
ersten 15min nach langem Abtasten etwas überlegen und hatten ein leichtes Chancenübergewicht. Nachdem die ersten Ecken vergeben wurden oder das leere Tor nicht getroffen wurde klingelte es nach
gut 17min hinten. Till Brock um kurvte in der linken Ecke 2 Verteidiger, zog am Torwart vorbei und schob zum 1:0 ins leere Tor ein.
Kurz darauf nutzte Bernhard Forhmann eine kurze Ecke, die er rechts oben reinknallte, und baute die Führung auf 2:0 aus.
Diese 2 Tore trafen die Dortmunder hart, denn bis dahin waren sie gut im Spiel und hätten auch selbst in Führung liegen können. Kurz danach gelang es den Dortmundern auf 2:1 ranzukommen, als
Felix Klocke eine Ecke rechts oben eiskalt versenkte.
Es folgte eine Schwächephase der Eintracht. Zu der schlechten Chancenauswertung vorne kamen jetzt noch Leichtsinnigkeit und Unaufmerksamkeit in der Abwehr hinzu. Eine unnötige kurze Ecke und eine
leichtsinniges Dribbling im eigenen Kreis führten zu 2 weiteren Gegentreffern durch Fohrmann und Brock. Mit 4:1 für Mülheim ging es in die Halbzeitpause.
In der 2. Halbheit spürte man von Anfang an, dass die Dortmunder jetzt aktiver und aufmerksamer wurden. Hinten stand man gut und ließ nichts zu, und vorne kam man immer wieder zu guten Chancen.
Mit einem schönen Konter und einer kurzen Ecke konnte man in den ersten 10min der 2. Hälfte schnell auf 4:3 durch Felix Klocke und Jörg Schnelle verkürzen. Es war wieder alles offen. In den
nächsten paar Minuten ging es hin und her, mit Chancen auf beiden Seiten. Kurz darauf hieß es nach 2 aus Dortmunder Sicht sehr unglücklichen Ecken, die Fohrmann und Hinte verwandelten, 6:3.
Nach einer Dortmunder Auszeit 4:30 vor Schluss war die einzig logische Entscheidung den Torwart rauszunehmen und alles nach vorne zu schmeißen. Diese Entscheidung war die Richtige wie sich
zeigte, denn jetzt begann der große Endspurt der Eintracht. Mit einem 6-Mann Pressing wurde die Mülheimer Defensive gewaltig unter Druck gesetzt. Diese hatten mit sehr vielen Problemen zu
kämpfen, und die daraus entstandenen Fehler nutzen die Dortmunder eiskalt aus. Innerhalb von 1:30min gelang es den Dortmundern 3 schön rausgespielt schnelle Tore zu machen. Eine kurze Ecke, ein
wunderschöner Stecher in den Winkel und ein schön rausgespieltes Tor nutzten Schnelle, Schröter und Klocke zum 6:6.
Mit 2min zu spielen konnten die Dortmunder den Torwart wieder ins Tor stellen und zum alten System zurückzukehren. Die geschockten Uhlen fanden kein Konzept mehr um die gut stehenden Dortmunder
zu umspielen. 1:50min vor Schluss konnten die Dortmunder nach einem Ballgewinn im Mittelfeld und einem schnellen Konter durch Jörg Schnelle mit 7:6 in Führung gehen. Die erste Führung in dem
Spiel für die Eintracht. Dieses Ergebnis konnte die Eintracht dann bis zum Ende verteidigen.
In einem sehr knappen, umkämpften aber hektischen Spiel auf nicht sehr hohem Niveau konnten am Ende die Dortmunder die 3 Punkte mit nach Hause nehmen. Durch den Sieg rückt die Eintracht vor
die Uhlen und verlässt erstmals die Abstiegszone!
Maximilian Zobiegala
Torschützen: Felix Klocke 4, Jörg Schnelle 2, Jonathan Schröter 1
1. Spieltag
Bonner THC - TSC Eintracht Dortmund 7:5 (3:3)
Punktloser Saisonauftaktsausflug an den Rhein
Einen klassischen Fehlstart legten die ersten Herren von Eintracht Dortmund beim Saisonauftakt gegen den BTHV hin. Bereits nach 12 Sekunden konnten die Bonner, quasi mit dem ersten Ballkontakt, das 1-0 erzielen. Die engagierte, druckvolle Spielweise der Bonner überraschte das junge Team aus dem Ruhrgebiet und das Spiel begann so zunächst mit deutlichen Vorteilen für Bonn. Abgesehen von einer fruchtlosen Strafecke konnte Dortmund sich in den Anfangsminuten kaum aus dem gegnerischen Druck befreien. Bereits in der 6. Minute erhöhte Bonn mittels Strafecke zum 2-0. Erst in der Folgezeit konnte Dortmund langsam spielerische Ordnung entwickeln und die Absprachen der Vorbereitung auf dem Feld umsetzen. In der 9. Minute gelang Dhani Bendig mit einem platzierten Schuss nach kurzer Ecke der Anschluss. Das Spiel wurde ausgeglichener und die ca. 60 Zuschauer sahen reichlich Chancen für beide Mannschaften. In der 15. Min kamen die Karnevalisten zu einer Großchance nach einem individuellen Fehler in der Dortmunder Hintermannschaft, welche jedoch nicht genutzt werden konnte. Stattdessen fuhr Dortmund einen lehrbuchartigen Konter und Felix Klocke konnte letzendlich den Pass von Marc Fischer zum 2-2 Ausgleich verwerten. Die überraschten Gastgeber reagierten hektisch und so entwickelte sich ein wenig strukturiertes Spiel mit vielen Ballverlusten und niedriger Passquote auf beiden Seiten. Mitten in diesem unansehlichen Durcheinander überraschte Marc Fischer in der 21. Minute nach Pass von Benedikt Bauer mit einem gekonnten Schuss ins Bonner Tor zum 2-3. Die Antwort der Bundesstädter ließ nicht lang auf sich warten und bereits 60 Sekunden später wurde per Strafecke der 3-3 Halbzeitstand erzielt.
Der Beginn der zweiten Halbzeit hätte die spiegelbildliche Wiederholung der ersten darstellen können. Bereits 20 Sekunden nach Wiederanpfiff stand Benedikt Bauer frei vorm Bonner Tor, konnte jedoch den Ball trotz unterlassener Gegenwehr nicht beschleunigen, sodass keine Gefahr entstand. Die Dortmunder Mannschaft drehte in der Folgezeit auf. Innerhalb von wenigen Minuten kam wiederrum Benedikt Bauer zu einem Torschuss, den er jedoch aus 89 Grad Winkel nicht am rheinischen Torwart vorbeilupfen konnte. Nach schönem Solo gegen drei Bonner Spieler kam auch Matthias Menndorf zu einer Torgelegenheit, die als Pass auf Felix Klocke endete, welcher die überraschende Möglichkeit jedoch nicht nutzen konnte. Mitten in die Eintrachtler Sturm- und Drangphase konterte Bonn in der eigenen Halle. Nach einer Berührung des Balls durch einen Dortmunder Fuß wartete die Dortmunder Defensive auf die Spielunterbrechung des Schiedsrichters. Der erkannte jedoch den Bonner Vorteil, ließ das Spiel weiter laufen und so gelang Bonn in der 35. Min die erneute Führung zum 4-3. Die Folge war wieder allgemeine Hektik auf beiden Seiten, welche wiederrum durch Marc Fischer genutzt werden konnte. Mit einem Solo-Pressing gegen drei lila-weiße konnte er in der 38. Min am Bonner Schusskreis den Ball erobern und diesen unhaltbar im Bonner Tor zum 4-4 versenken. 5 Min später nahmen Paul Dorendorf und Florian Braunewell die Bonner Hintermannschaft im Duett auseinander und krönte ihr Leistung durch einen Beinschuss zum 4-5. Noch in der selben Minute wurde der Bonner Druckaufbau durch frühen Ballgewinn belohnt und zur Wiederherstellung des Gleichstandes 5-5 genutzt. In der Folgezeit wurde das Pressing der Bonner Mannschaft erfolgreicher. Als mitspielender Torwart in der Rolle eines Liberos konnte Timo Klischan einige der Situationen entschärfen und die Dortmunder Mannschaft im Spiel halten. In der entscheidenden Phase des Spiels hämmerte Marc Fischer den Ball gegen die Torlatte, die davon sicherlich eine dauerhafte Erinnerung behalten haben dürfte. Das Spiel war hart umkämpft und beide Mannschaften kamen zu einer Großzahl an Chancen, ohne jedoch verwertbares erzielen zu können. 8 Minuten vor Ende der Spielzeit konnte Bonn dann doch zum 6-5 erhöhen. Eine kurze Ecke wurde von der Dortmunder Eckenabwehr mit der Hand abgewehrt, was logischerweise wiederrum zu einer Ecke für Bonn führte, die dann im Dortmunder Netz landete. Nur zwei Minuten später fing sich die Eintracht schon wieder eine Strafecke wegen Fuß ein. Der Schuss konnte gehalten werden und die Situation schien entschärft. Der direkt folgende Ballverlust im Spielaufbau an der eigenen Kreislinie ermöglichte jedoch den beiden Bonner Stürmern den machtlosen Dortmunder Torhüter zu überwinden. Auch dessen Auswechslung gegen einen sechsten Feldspieler konnte in der Schlussphase des Spiels keine zwingenden Aktionen mehr erwirken.
Somit gewinnt der Bonner THV den Saisonauftakt gegen den TSC Eintracht Dortmund in der Regionalliga West mit 7-5. Spielentscheiden waren in der hektischen, aber jederzeit fair geführten Partie sicherlich das ungleiche Eckenverhältnis von 8-2, welches insbesondere den vielen kleinen Unachtsamkeiten der Dortmunder Hintermannschaft zu zuschreiben ist und von den Bonner ertragreich verwertet werden konnte. Die Chancenverwertung aus dem freien Spiel war bei beiden Mannschaften sicherlich ausbaufähig und insgesamt ausgeglichen.
Am kommenden Wochenende kommt die ETG Wuppertal zum heimischen Saisonauftakt in die Ardeystraße. Das Spiel der ersten Herren beginnt um 12.00 Uhr in Halle Ost. Die zweiten Herren beginnen zeitversetzt um 13.00 Uhr mit ihrem Spiel gegen den VfB Hüls in Halle West und versuchen nach der Auftaktniederlage in Essen die ersten Punkte der Saison einzufahren. Die 1. Damen spielen nach ihrem Unentschieden in Düsseldorf um 19.00 Uhr gegen Oelde. Die 2. Damen eröffnen das Heimspielfestival bereits um 11.00 Uhr und warten ebenfalls noch auf die ersten Punkte der Saison. Alle Mannschaften freuen sich über rege und lautstarke Unterstützung von den Rängen.
Andreas Hengstermann
Aufstellung: Timo Klischan, Andreas Hengstermann, Matthias Mendorf, Maximilian Zobiegalla, Dhani Bendig, Jannik Menzen, Paul Dorendorf, Florentin Braunewell, Marc Fischer, Benedict Bauer, Jörg Schnelle, Felix Klocke






